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Pöhl
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Pöhl ist eine Gemeinde im Vogtlandkreis im westlichen Sachsen. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich ein groĂer Teil der Talsperre Pöhl, fĂŒr welche das namensgebende Dorf 1961 weichen musste.
Contents
âą Geographie
âą Geschichte
âą Eingemeindungen
âą Naturschutz
⹠GedenkstÀtten
âą Politik
âą Gemeinderat
âą BĂŒrgermeister
âą Verkehr
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Geographie
Pöhl ist Teil des Naturraumes VogtlÀndische Schweiz.
Pöhl setzt sich aus folgenden 12 Ortsteilen zusammencite-ref-2[2]:
âą BarthmĂŒhle
âą ChristgrĂŒn
âą HelmsgrĂŒn
âą HerlasgrĂŒn
âą Jocketa
âą Liebau
⹠Möschwitz
⹠Neudörfel
âą RentzschmĂŒhle
âą Rodlera
âą RuppertsgrĂŒn
âą Trieb
Geschichte
| Ortsteil | erste ErwÀhnung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Jocketa | 1419 | als Gockta |
| RuppertsgrĂŒn | 1365 | als Rodensiedlung |
| HerlasgrĂŒn | 1380 | als Helbergsrune |
| HelmsgrĂŒn | 1418 | |
| Möschwitz | 1266 | eines der Àltesten Dörfer im Vogtland |
Geschichte der historischen Gemeinde Pöhl bis zum Abriss 1961
Der ursprĂŒngliche Ort Pöhl, der wegen des Baus der Talsperre Pöhl aufgegeben wurde, wurde erstmals im Jahr 1288 erwĂ€hnt. Der Ordensbruder Nicolaus aus Pöhl wurde in einer Schenkungsurkunde fĂŒr das Haus des Deutschen Ordens in Plauen als âfrater Nicolaus des Beleâ genannt.cite-ref-3[3] Seit 1292 befand sich ein Herrensitz im Ort, der vermutlich dem Orden gehörte. SpĂ€ter war es bis zum frĂŒhen 15. Jahrhundert im Besitz der Peler. Eine Kirche wurde in Pöhl erstmals im Jahr 1333 erwĂ€hnt. Seit 1419 bestanden zwei Herrensitze im Ort, von denen den unteren Friedrich von Kospode besaĂ, den oberen Volkel und Hans Roeder. Nachdem die Familie von Roeder im Jahr 1581 das untere Rittergut von Siegmund von Dölau gekauft hatte, begrĂŒndeten sie unter Vereinigung beider Herrensitze das Rittergut Pöhl. Der Ort Pöhl gehörte nur teilweise zur Grundherrschaft des Ritterguts Pöhl. Andere Anteile gehörten zu den RittergĂŒtern HelmsgrĂŒn und Liebau. Der Familienbesitz der von Roeder ging infolge des Aussterbens im Mannesstamm und durch Heirat im Jahr 1809 an die Familie von Bodenhausen aus Brandis ĂŒber. Im Jahr 1907 wurde das 1550 erbaute Schloss im Stil der Neorenaissance umgebaut.
In Pöhl wurde Eisenstein abgebaut, der im 1521 erstmals sicher urkundlich erwĂ€hnten Pöhler Hammer im Triebtal verarbeitet wurde. Im spĂ€ten 17. Jahrhundert wurden Abbau und Verarbeitung des Eisensteins aufgegeben. Im 18. Jahrhundert wurde in Pöhl dann Eisenstein aus Tannenbergsthal, Morgenröthe und Rautenkranz verarbeitet, bevor 1822 die nunmaligen Ortsherren von Bodenhausen den Pöhler Hammer in ihr Gutsareal eingliederten und dieses an PĂ€chter vergaben. Um 1830 wurde an der Stelle des Pöhler Hammers eine EisengieĂerei gegrĂŒndet. Nach mehreren Besitzerwechseln kam die GieĂerei 1859 an Carl Wilhelm Schorr aus Elterlein, der den Betrieb bedeutend erweiterte. Seine Söhne gliederten ab 1880 der GieĂerei noch eine Maschinenfabrik an, die ĂŒberregionale Bedeutung erlangte. 1912 erwarb der Rittergutsbesitzer Kraft von Bodenhausen die Fabrik.
Pöhl lag bis 1856 im kursĂ€chsischen bzw. königlich-sĂ€chsischen Amt Plauen.cite-ref-4[4] 1856 wurde der Ort dem Gerichtsamt Elsterberg und 1875 der Amtshauptmannschaft Plauen angegliedert.cite-ref-5[5] Im Jahr 1861 wurde in Pöhl ein neues SchulgebĂ€ude eingeweiht. Zum Schulbezirk gehörten nach dem Ausscheiden von Möschwitz im Jahr 1859 die Orte HelmsgrĂŒn, Neudörfel und Jocketa.
Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde das Rittergut Pöhl im Jahr 1945 enteignet und in Staatseigentum ĂŒberfĂŒhrt. Auf dem Areal entstanden drei Neubauernstellen. Das Schloss diente zunĂ€chst vorĂŒbergehend als Unterkunft fĂŒr FlĂŒchtlinge und Ausgebombte. Nach Umbauarbeiten wurde im Schloss 1950 ein Kindergenesungsheim eingerichtet, welches bereits sieben Jahre spĂ€ter wieder geschlossen wurde. Auf dem GelĂ€nde der EisengieĂerei entstand ein kleiner Reparaturbetrieb fĂŒr landwirtschaftliche Maschinen, aus dem sich der Maschinenbaubetrieb Fa. Heinz Lehmann entwickelte. Die vierklassige Dorfschule wurde im Jahr 1947 in eine achtklassige Grundschule umgewandelt.
Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Pöhl im Jahr 1952 zum Kreis Plauen-Land im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt). WĂ€hrend des groĂen Schul- und Heimatfests in Pöhl wurde im Jahr 1953 der 1897 eingeweihte Charlottenturm auf dem 433,2 m ĂŒ. NHNcite-ref-de-bfn-karten-6-0[6] hohen Eisenberg anlĂ€sslich des 150. Geburtstages des vogtlĂ€ndischen Heimatdichters Julius Mosen in Mosenturm umbenannt. In den Jahren 1954 und 1955 erlebte die Gemeinde Pöhl zwei schwere Hochwasser der Trieb, durch die das gesamte GelĂ€nde der EisengieĂerei und der Fa. Lehmann ĂŒberschwemmt wurden.
Mit dem im Jahr 1958 begonnenen Bau der Talsperre Pöhl wurde das Ende der Gemeinde Pöhl eingelĂ€utet. WĂ€hrend die EisengieĂerei nach HerlasgrĂŒn umgelagert wurde, verlagerte der Maschinenbaubetrieb Heinz Lehmann seine Produktion nach Jocketa.cite-ref-7[7] Auch die Toten des Friedhofs wurden nach Jocketa umgebettet, wo ein neuer Friedhof angelegt wurde. Im Laufe des Jahres 1960 zog die Mehrzahl der Pöhler Einwohner nach Jocketa um, wo westlich des alten Orts zahlreiche neue GebĂ€ude entstanden. Ein kleiner Teil der Einwohner siedelte nach Plauen, HerlasgrĂŒn oder in andere Orte ĂŒber. Die letzten Einwohner verlieĂen Pöhl im Jahr 1961. Die Schule zog am 31. Oktober 1960 zunĂ€chst in eine provisorische Unterkunft in Jocketa um, bis die neu errichtete Schule fertig gestellt wurde. Am 24. MĂ€rz 1961 brannte die um 1654 erbaute Kirche durch Brandstiftung nieder.cite-ref-8[8]
Auf Beschluss des Ministerrates der DDR hörte die im Staubereich der neuen Talsperre liegende politische Gemeinde Pöhl mit dem 1. August 1961 auf zu bestehen.cite-ref-gov-9-0[9] Der GroĂteil der Flur wurde in die Gemeinde Jocketa eingegliedert.cite-ref-gov-9-1[9] Ein Teil der Flur wurde nach HelmsgrĂŒn umgegliedert. Die GebĂ€ude von Pöhl einschlieĂlich des Schlosses mit Schlosspark und WirtschaftsgebĂ€uden und der durch Brandstiftung zerstörten Pöhler Kirche wurden bis auf die Grundmauern abgetragen. In Jocketa entstand im Gegenzug im Jahr 1965 an der StraĂe nach Neudörfel eine neue Kirche.
Geschichte der heutigen Gemeinde Pöhl ab 1990
Den Kernteil der heutigen Gemeinde bildet der Ort Jocketa, welcher nach der Flutung des Ortes Pöhl im Jahr 1961 aufgrund des Talsperrenbaus ausgebaut wurde. Im Zuge der Gemeindereform im Freistaat Sachsen erfolgte am 1. Januar 1994 der Zusammenschluss von HelmsgrĂŒn (mit Rodlera), HerlasgrĂŒn, Jocketa (mit Neudörfel, Trieb und BarthmĂŒhle), Möschwitz und RuppertsgrĂŒn (mit ChristgrĂŒn, RentzschmĂŒhle und Liebau) zur neuen Gemeinde Pöhl.cite-ref-gov-9-2[9] Der Hauptort Jocketa erhĂ€lt seine AttraktivitĂ€t durch seine Lage nördlich der Talsperre Pöhl (von einigen Punkten im Ort kann man bis auf die Talsperre blicken) als auch durch den Bahnanschluss mittels der zweitgröĂten ZiegelsteinbrĂŒcke der Welt, der ElstertalbrĂŒcke.
Der Fall der Mauer und die damit verbundene politische Wende hinterlieĂ auch in den Orten der heutigen Gemeinde Pöhl ihre Spuren. Zu DDR-Zeiten war die nahe gelegene Talsperre Pöhl ein beliebtes Ausflugsziel und ist dies bis heute. Einst gab es dort viele Bungalows, die zu Kombinaten der VEB gehörten, nach 1990 konnte man sie privat erwerben. Ehemals bekannte GaststĂ€tten wurden geschlossen, da sich keine PĂ€chter oder neue EigentĂŒmer fanden, zum Beispiel die fĂŒr ihre Faschingsveranstaltungen bekannte GaststĂ€tte âVogtlĂ€ndische Schweizâ nahe dem Jocketaer Bahnhof, ehemals von der HO betrieben. Sie wurde 1993 noch einmal kurzzeitig eröffnet, dann jedoch vollstĂ€ndig geschlossen und um das Jahr 1998 abgerissen. Ebenfalls bekannt war die ClubgaststĂ€tte. Sie lag in einem Teil einer lĂ€nglichen Holzbaracke. Nachdem die GaststĂ€tte nach der Wende geschlossen worden war, wurde das GebĂ€ude etwa bis 1995 vom Schulhort genutzt. Ende der 1990er-Jahre musste das GebĂ€ude einer Wohnsiedlung weichen.
WĂ€hrend zu DDR-Zeiten in allen anderen Teilen Pöhls (z. B. RuppertsgrĂŒn) die Grundschulen geschlossen wurden, blieben Grund- und Mittelschule in Jocketa erhalten. Die meisten SchĂŒler der Gemeinde, die nach der Wende die fĂŒnfte bis zehnte Klasse besuchten, fuhren tĂ€glich mit dem Bus oder Zug nach Jocketa. Wegen der groĂen SchĂŒlerzahlen wurde die Jocketaer Schule Mitte der 90er-Jahre von der Gemeinde um eine Etage vergröĂert. Wegen Geldknappheit konnte die Fassade nie ganz fertiggestellt werden. In den Jahren 2000/2001 wurde eine neue Turnhalle errichtet, die jedoch bei einem fahrlĂ€ssig verursachten Brand SchĂ€den an der Fassade davontrug, welche spĂ€ter saniert wurden. Die Halle wird von Vereinen genutzt, zum Beispiel vom TSG Jocketa oder dem JCC-Faschingsverein sowie zum Training durch den Zoll und die Bundespolizei. 2005 wurde beschlossen, die Mittelschule Jocketa wegen der zurĂŒckgehenden SchĂŒlerzahlen mit dem Ende des Schuljahres 2005/06 zu schlieĂen. Die Klassen wurden auf andere Schulen verteilt. Die Grundschule blieb erhalten. Der ehemalige Schulhort wurde 1998 aufgelöst. Es gibt jedoch noch eine Hortbetreuung im örtlichen Kindergarten.
Das Jugendzentrum Jocketa aus den Jahren 1995/96 ist ein moderner Glas-/Betonbau. FreizeitaktivitĂ€ten von Tischtennis ĂŒber Billard bis zu Computerspielen unter stĂ€ndiger pĂ€dagogischer Aufsicht werden angeboten. Seit dem Jahr 2004 gibt es in anderen Gemeindeteilen kleinere AuĂenstellen des Jugendzentrums Jocketa. RĂ€umlichkeiten des Jugendzentrums werden an ortsansĂ€ssige Vereine vermietet.
Der Bahnhof von Jocketa wurde in den Jahren 2004/09 umgebaut, das eigentliche GebĂ€ude blieb jedoch aus DenkmalschutzgrĂŒnden erhalten. SĂ€mtliche DDR-Plattenbauten wurden saniert und viele neue Ein- und MehrfamilienhĂ€user gebaut, so dass sich das Erscheinungsbild des Ortes gewandelt hat. Ende der 1990er Jahre erhielt der Ort Jocketa wieder den Status eines Erholungsortes, den er spĂ€ter wieder verlor.
Der stets beliebten Gemeindeteile BarthmĂŒhle, Jocketa und Neudörfel verloren 2017 ihren Status als âstaatlich anerkannter Erholungsortâ.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
| Jahr | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2007 | 2008 | 2012 | 2013 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 2.873 | 2.899 | 2.902 | 2.866 | 2.889 | 2.871 | 2.884 | 2.845 | 2.791 | 2.615 | 2.562 | 2.463 |
Eingemeindungen
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| ChristgrĂŒn | 1. Januar 1974 | Eingemeindung nach RuppertsgrĂŒn |
| HelmsgrĂŒn | 1. Januar 1994 | |
| HerlasgrĂŒn | 1. Januar 1994 | |
| Jocketa | 1. Januar 1994 | |
| Liebau | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach RuppertsgrĂŒn |
| Möschwitz | 1. Januar 1994 | |
| Neudörfel | 27. Februar 1964 | Eingemeindung nach Jocketa |
| Pöhl (alter Ort) | 1. August 1961 | Auflösung aufgrund des Talsperrenbaus und Eingemeindung nach Jocketa |
| RuppertsgrĂŒn | 1. Januar 1994 | |
| Trieb | 1. Januar 1974 | Eingemeindung nach Jocketa |
BartmĂŒhle und RentzschmĂŒhle sind auf die Fluren mehrerer Orte aufgeteilt, daher werden sie in der Ăbersicht nicht berĂŒcksichtigt. Rodlera wurde in der Flur von HelmsgrĂŒn angelegt.
Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
â
Hauptartikel
:
Liste der Kulturdenkmale in Pöhl
Naturschutz
GedenkstÀtten
âą Eine GrabstĂ€tte mit Gedenkstein auf dem Friedhof des Ortsteiles RuppertsgrĂŒn erinnert an neun unbekannte, vermutlich jĂŒdische KZ-HĂ€ftlinge, die im Januar 1945 tot aus einem Transportzug geworfen und hier begraben wurden.
⹠Ein Denkmal zwischen den OrtshÀlften in Jocketa erinnert an die Opfer der Weltkriege
Politik
Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung:
72,2 % (2019: 68,8 %)
%
50
40
30
20
10
0
46,9 %
17,9 %
15,9 %
10,0 %
9,3 %
FWV
CDU
AfD
Landw.
SPD
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
%p
16
14
12
10
8
6
4
2
0
â2
â4
+3,0
%p
â0,2
%p
+15,9
%p
+10,0
%p
+1,7
%p
FWV
CDU
AfD
Landw.
SPD
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
Freie WÀhlervereinigung Pöhl
Zukunft fĂŒr die Landwirtschaft
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%
Gemeinderat
Seit der Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaĂen auf die einzelnen Gruppierungen:
⹠Freie WÀhlervereinigung Pöhl (FWV): 6 Sitze
âą CDU: 2 Sitze
âą AfD: 1 Sitz
âą Zukunft fĂŒr die Landwirtschaft: 1 Sitz
âą SPD: 1 Sitz
Sitz der Gemeindeverwaltung von Pöhl ist Jocketa.
| | Wahlvorschlag | 2024 [ 12 ] | 2024 [ 12 ] | 2019 [ 13 ] | 2019 [ 13 ] | 2014 [ 14 ] | 2014 [ 14 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | Wahlvorschlag | Sitze | in % | Sitze | in % | Sitze | in % |
| | Freie WÀhlervereinigung Pöhl | 6 | 43,9 | 6 | 43,9 | 6 | 42,4 |
| | CDU | 2 | 17,9 | 2 | 18,1 | 3 | 24,7 |
| | AfD | 1 | 15,9 | â | â | â | â |
| | Zukunft fĂŒr die Landwirtschaft | 1 | 10,0 | â | â | â | â |
| | SPD | 1 | 9,3 | 1 | 7,6 | 1 | 11,5 |
| | Verein zum Erhalt des Naturraums Talsperre Pöhl e. V. | â | â | 3 | 24,7 | 2 | 18,5 |
| | Schubert | â | â | â | 5,7 | â | â |
| | FDP | â | â | â | â | â | 2,9 |
| | Wahlbeteiligung | 72,2 % | 72,2 % | 68,8 % | 68,8 % | 56,9 % | 56,9 % |
BĂŒrgermeister
Daniela Hommel-KreiĂl (FDP) wurde 2012 zur Nachfolgerin von Friedhard Kaul (parteilos) gewĂ€hlt, Kaul hatte das Amt 15 Jahre bekleidet.cite-ref-15[15]
Die BĂŒrgermeisterwahl im Herbst 2019 wurde von der Kommunalaufsichtsbehörde fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt. Der Herausforderer der amtierenden BĂŒrgermeisterin lag beim 2. Wahlgang nur neun Stimmen zurĂŒck und hatte die Wahl erfolgreich angefochten. Der neue Wahltermin 19. April 2020 musste wegen der Corona-Pandemie aufgrund einer VerfĂŒgung des Freistaates Sachsen auf den Herbst 2020 verschoben werden. Zur BĂŒrgermeisterwahl am 20. September 2020 wurde Erik Jung (Freie WĂ€hlervereinigung Pöhl) mit einer Mehrheit von 73 % zum Nachfolger von BĂŒrgermeisterin Daniela Hommel-KreiĂl (FDP) gewĂ€hlt.
| Wahl | BĂŒrgermeister | Vorschlag | Wahlergebnis (in %) |
|---|---|---|---|
| 2020 | Erik Jung | FW | 72,6 |
| 2019 | ungĂŒltig | ungĂŒltig | ungĂŒltig |
| 2012 | Daniela Homml-KreiĂl | FDP | 65,9 |
| 2005 | Friedhard Kaul | Kaul | 55,9 |
Verkehr
Die Gemeinde ist gut ans Eisenbahnnetz angeschlossen. So gibt es auf dem Gemeindegebiet fĂŒnf Bahnstationen, die von der Vogtlandbahn bedient werden. Der Bahnhof HerlasgrĂŒn ist Eisenbahnknoten fĂŒr die Bahnstrecke LeipzigâHof und die Bahnstrecke HerlasgrĂŒnâFalkenstein. Er verfĂŒgt ĂŒber ein Gleisdreieck. Die Haltepunkte RuppertsgrĂŒn und Jocketa liegen an der Bahnstrecke LeipzigâHof und die Haltepunkte BarthmĂŒhle und RentzschmĂŒhle im Elstertal an der Bahnstrecke Gera SĂŒdâWeischlitz, der Elstertalbahn. Die Bahnstrecke Leipzig-Hof und die Elstertalbahn kreuzen sich zudem auf Gemeindegebiet von Pöhl. In 64 Metern Höhe ĂŒberquert hierbei die Bahnstrecke Leipzig-Hof die WeiĂe Elster und die Elstertalbahn mit Hilfe der ElstertalbrĂŒcke.
Die Gemeinde Pöhl ist mit zwei vertakteten RufBus-Linien des Verkehrsverbunds Vogtland erschlossen. Die Linie 74 verkehrt von Plauen ĂŒber Möschwitz, Jocketa und HelmsgrĂŒn nach ThoĂfell. In Plauen besteht Anschluss zur StraĂenbahn und zum Regional-Express DresdenâHof sowie in ThoĂfell zur TaktBus-Linie 63. In der Sommersaison verkehrt dieser Bus als feste Linie ohne Voranmeldung. Die Linie 76 beginnt in Möschwitz und fĂŒhrt ĂŒber Jocketa, RuppertsgrĂŒn und HerlasgrĂŒn zum Gewerbegebiet Treuener Höhe.
SĂŒdlich der Gemeinde verlĂ€uft die A 72. Die nĂ€chstgelegenen Autobahnabfahrten sind Plauen-Ost und Treuen.
Persönlichkeiten
âą Wilhelm Ferdinand Stengel (1796â1870), königlich-sĂ€chsischer Hofrat, Polizeidirektor und EhrenbĂŒrger von Leipzig, geboren in ChristgrĂŒn
âą Rudolph Woldemar von Bodenhausen (1826â1900), Rittergutsbesitzer und Landtagsabgeordneter
âą Adolph Temper (1827â1905), Politiker (NLP), MdR, MdL (Königreich Sachsen), geboren in RuppertsgrĂŒn
âą Wilhelm Zeidler (1841â1918), Politiker, besuchte in RuppertsgrĂŒn die Volksschule und das Knabeninstitut
âą Albert Herold (1894â1974), Maler und Grafiker
âą Paul Barth (1897â1957), Komponist und Kunstmaler aus ZwickauâPlanitz, wohnte und starb in Jocketa
Literatur
⹠Richard Steche: Pöhl. In: Beschreibende Darstellung der Àlteren Bau- und KunstdenkmÀler des Königreichs Sachsen. 11. Heft: Amtshauptmannschaft Plauen. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 66.
âą Heinz Mocker: Register fĂŒr die KirchenbĂŒcher 1 bis 6 des Pfarramtes RuppertsgrĂŒn 1574â1816. Kopie des Manuskripts. Plauen 1987. 1559 Familien, laut Bestandsverzeichnis Teil IV der Deutschen Zentralstelle fĂŒr Genealogie, S. 463
⹠Schloss Pöhl, in: Burgen und Schlösser in Sachsen, Dr. Helmuth Gröger, Verlag Heimatwerk Sachsen, Dresden 1940, S. 32
âą Bodendenkmal (namenloser) bronzezeitlicher Burgwall/Wallburg bei Jocketa-Pöhl (S. 52â53), in Volkmar Geupel: Die geschĂŒtzten Bodendenkmale im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Hrsg. Heinz-Joachim Vogt, Kleine Schriften des Landesmuseums fĂŒr Vorgeschichte Dresden, Heft 3, Dresden 1983, ISSN 0232-5446 (Hinweis: AbschnittswĂ€lle auf dem Eisenberg in Spornlage nahe der Talsperrenmauer sind gemeint. Die Literatur benennt dies und den Flurnamen âEisenbergâ aber nicht. Bodendenkmal seit 15. Oktober 1959. Gemachte Funde aus der FrĂŒhbronzezeit.)
Weblinks
Commons
: Pöhl
â Sammlung von Bildern und Videos
Wikisource: RittergĂŒter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Pöhl
â Quellen und Volltexte
Wikisource: RittergĂŒter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Liebau
â Quellen und Volltexte
Wikisource: RittergĂŒter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Möschwitz
â Quellen und Volltexte
Wikisource: RittergĂŒter und Schlösser im Königreiche Sachsen: ChristgrĂŒn
â Quellen und Volltexte
Wikisource: RittergĂŒter und Schlösser im Königreiche Sachsen: RuppertsgrĂŒn
â Quellen und Volltexte
⹠Website der Gemeinde Pöhl
âą Informationen zum namensgebenden Dorf
⹠Pöhl im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-sn-11. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2024 â Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 15. Mai 2022 (Gebietsstand 01.01.2024). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 4. Juli 2025. (Hilfe dazu).
cite-note-22. â http://www.lds.sachsen.de/index.asp?art_param=155&NR_KRS=14523
cite-note-44. â Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich JĂ€schke: KursĂ€chsischer Ămteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 76 f.
cite-note-55. â Die Amtshauptmannschaft Plauen im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 23. November 2024; abgerufen am 24. Juli 2025.
cite-note-de-bfn-karten-66. â Karten und Daten des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (Hinweise)
cite-note-77. â Herbert SteinmĂŒller: Der Pöhler Hammer im Triebtal, in VogtlĂ€ndisches Jahrbuch, 11. Jahrgang, Plauen 1994, S. 124â126.
cite-note-88. â Werner Maser: Genossen beten nicht, 1963, S. 160.
cite-note-gov-99. â Die Gemeinde Pöhl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins fĂŒr Computergenealogie, abgerufen am 7. September 2025.
cite-note-1010. â Bekanntmachung des SMWA ĂŒber die Liste der SĂ€chsischen Kur- und Erholungsorte gemÀà § 3 Abs. 5 SĂ€chsKurG vom 25. Oktober 2006 (SĂ€chsABl. S. 1012) auf: revosax.sachsen.de
cite-note-1111. â 2017 keine Erholungsorte mehr, siehe Bekanntmachung des SĂ€chsischen Staatsministeriums fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ĂŒber die Ănderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemÀà § 3 Absatz 5 des SĂ€chsischen Kurortegesetzes vom 14. November 2017 (SĂ€chsABl. S. 1576) auf: revosax.sachsen.de.
cite-note-122. Referat Kommunikation und Ăffentlichkeitsarbeit: Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de. Abgerufen am 13. Oktober 2024.
cite-note-133. Referat Kommunikation und Ăffentlichkeitsarbeit: Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de. Abgerufen am 13. Oktober 2024.
cite-note-144. Referat Kommunikation und Ăffentlichkeitsarbeit: Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de. Abgerufen am 13. Oktober 2024.
cite-note-1515. â http://vogtland-anzeiger.de/Vogtland_Anzeiger/cms-nachrichten/plauener-land/hommel-kreissl-gewinnt-poehler-wahl.html